柔の道

Zu alt, zu unfit, zu spät? Jiu-Jitsu anfangen als ganz normaler Erwachsener

Tuschezeichnung — Zu alt, zu unfit, zu spät? Jiu-Jitsu anfangen als ganz normaler Erwachsener

Ich bin nicht zwanzig. Ich habe keine sportliche Vergangenheit, die zählt. Ich habe das Internet gefragt, ob ich dafür zu alt bin, und Motivationsrauschen bekommen. Hier also die geerdete Version, die ich mir aus dem echten Raum zusammengesetzt habe.

Der Raum ist älter, als du denkst

Auf den Marketingfotos sind definierte Fünfundzwanzigjährige. Die Dienstagabend-Stunde besteht aus Software-Leuten, Pflegekräften, einem Typen mit einer Bäckerei und mindestens ein paar Leuten sichtbar jenseits der vierzig, manche jenseits der fünfzig. Hobby-Jiu-Jitsu ist ein Erwachsenensport, der überwiegend von normalen Erwachsenen mit Jobs und Lendenwirbeln betrieben wird. Du wirst in den meisten Räumen nicht der Älteste sein, und wenn doch, dann eine völlig unauffällige Sorte von Ältester.

Du wirst nicht fit, um anzufangen. Du fängst an, und die Fitness folgt.

Ich habe Monate länger gewartet, als ich hätte sollen, weil ich fitter auftauchen wollte. Das ist das häufigste Bedauern, das ich höre, und die Logik steht kopf: Das Aufwärmen und das Drillen SIND das Konditionsprogramm. Tauch auf, wie du bist; geh leer; erhol dich; wiederhole. Die Ausdauer, die im Jiu-Jitsu zählt, baut fast ausschließlich das Jiu-Jitsu selbst auf, und kein Laufpensum bereitet dich ohnehin darauf vor, dass jemand auf deiner Brust liegt.

Was das Alter wirklich ändert

Ehrlichkeitsabschnitt. Die Regeneration ist langsamer, also trainiere zwei bis drei Tage pro Woche mit Pausen dazwischen, nicht fünf. Wärm dich ernsthaft auf. Klopf früher ab, als dein Ego vorschlägt, besonders bei Bein- und Nackensachen. Sag deinen Partnern, dass du neu bist und nicht zwanzig; fast alle kalibrieren sich, und die seltene Person, die es nicht tut, ist jemand, mit dem du einfach nicht rollst. Das ist erlaubt.

Der Tausch ist real, aber fair: Du bringst schlechtere Knie und besseres Urteilsvermögen mit. Geduld, Gelassenheit dabei, in etwas schlecht zu sein, Auftauchen, wenn es noch keinen Spaß macht. Das sind Superkräfte der Lebensmitte, und sie decken sich exakt mit dem, was der Weißgurt verlangt.

Die eigentliche Frage

Nicht „bin ich zu alt", sondern „wäre ich lieber jetzt Anfänger oder nächstes Jahr genau so alt und frage mich immer noch". Ich habe angefangen. Es ist die beste Entscheidung, über die sich mein Rücken je beschwert hat.

Das ist ein Anfänger-Tagebuch, keine Anleitung. Nichts hier ist Trainings-, Gesundheits- oder medizinischer Rat. Lerne von einem qualifizierten Trainer und klopf früh ab. Haftungsausschluss